Mit Baldrian im Nachtzug nach Moskau

Freitag, 07.06.2019

Zitat des Tages: Das Husten von dem Busfahrer D. Harry .

Verkehrsteilnehmer des Tages : Der Lada Fahrer im Stau. Der Lada ist kaputt gegangen und er musste immer wieder aussteigen und schieben. Der Fahrer hat sich danach in den rollenden Lada gesetzt, als wenn nichts wäre ...

 

Person des Tages : Die Zugbegleiterin im Nachtzug, die uns aufforderte, die Fenster wegen der Klimaanlage zu schließen, diese dann aber nicht funktionierte ...

 

Unser Tag begann mit einem reichhaltigen, typisch russischen Frühstück um 9:30.

Im Anschluss bedankten wir uns mit einigen Geschenken und einem lauten Applaus bei dem Küchenpersonal.

An diesem Freitag stand die letze Besichtigung in Pensa an, wir machten uns auf zur Firma Biokor-S, die eine ihrer Produktionsstellen in der Stadt hat.

An dem Donnerstag besichtigten wir ja bereits den Agrarbetrieb der Firma, an dem Freitag durften wir uns die Verarbeitung der einzelnen Produkte näher anschauen.

Die Produktion teilt sich hier in zwei Bereiche auf -

zuerst besichtigten wir die Herstellung von Baldriantabletten. Der Rohstoff wird aus Polen importiert und auf dem Ackerbaustandort grob weiter verarbeitet.

Das Zwischenprodukt wird dann an diese Fabrik geliefert, wo es mit verschieden Verfahren zu einer Tablette wird.

Bei der Tablette wird eine Zuckerlösung und grüner Farbstoff beigemischt. Die Abschnitte der Verpackung werden teilweise maschinell, als auch mit Handarbeit erledigt.

 

Danach haben wir uns die Produktion von Lebensmittelzusatzstoffen im Nebengebäude angesehen.

Hier werden die eigenen Mehle von dem Ackerbaustandort benutzt. Zu dem Mehl werden dann verschiedene Heilkräuter, Pflanzen und Obst gemischt.

Mit einer modernen, vollautomatischen Abfüllanlage werden 100 g schwere Beutel abgefüllt und über den Lebensmitteleinzelhandel, sowie soziale Medien vertrieben.

Die Produkte werden dann meist als Müslizusatz zum Frühstück gegessen und sollen beispielsweise gegen Lebererkrankungen helfen.

Die Firma Biokor S ist, wie wir es dort sahen, sehr breit aufgestellt, denn zusätzlich zu den beschriebenen Produkten stellt das Unternehmen auch Leinöl her.

Das Öl wird hier gepresst, gefiltert und in kleine 200 ml Plastikflaschen gefüllt. 

 

Am Ende der Führung stand ein kleines Gastgeschenk und eine Danksagung unsererseits an, jedoch bekamen wir sogar von dem Unternehmen eine Geschenktüte, mit einer reichhaltigen Kostprobe ihrer Produktpalette. Daher kommt auch die Überschrift, weil einige Kommilitonen die Baldriantabletten zur Beruhigung während der Zugfahrt einwarfen.

 

Sichtlich erstaunt ging es mit unseren drei qualifizierten Fahrern zur Uni zurück. Mit Mittagessen gestärkt, besichtigten wir nochmal die Innenstadt.

 

Zum Ende des Tages verabschiedeten wir uns mit einer Dankesrede von den Studenten, Lehrkräften und den Fahrern der Uni Pensa und begaben uns zum Bahnhof.

 

Auch wenn der Abschied von D. Harry schwer viel - stiegen wir in den Nachtzug nach Moskau. Trotz vieler Vorbehalte und leichten Schwierigkeiten im Bereich der Klimatisierung- gestaltete sich die Fahrt als sehr angenehm.

In den kleinen Sechserabteilen fanden sogar  zehn Leute Platz und mit einigen Dosen Bier wurde das eine oder andere Fachgespräch geführt.

 

 

Ein gelungener Abschluss für ein gelungenen Tag.