Übersichtskarte

Tag der Rückreise

Sonntag, 09.06.2019

Gegen 8 Uhr begann unsere Rückreise vom Wohnheim der Timirjazev Universität mit einem gemieteten Bus zum Flughafen Domodedovo. Außerdem konnten wir während dieser kleinen „Stadtrundfahrt“ noch einige interessante Gebäude bestaunen, wie beispielsweise die Staatsuniversität Moskau. 

Den Flughafen erreichten wir um 10 Uhr. Nach Check-In und Aufenthalt am Flughafen, starteten wir etwa um 13:00 Uhr von Moskau.

Nach etwas über 2,5 h Flug erreichten wir um 14:45 Uhr nach deutscher Zeit, glücklich über die neugewonnen Eindrücke, Berlin-Tegel. Von dort fuhren alle zurück nach Neubrandenburg oder nach Hause, um das restliche Pfingstwochenende zu genießen.

Eine interessante Exkursion, mit einer tollen Gruppe und vielen Einblicken in die russische Landwirtschaft war vorüber!

 

 

Moskau, Moskau, werft die Gläser an die Wand...

Samstag, 08.06.2019

Als wir mit dem Nachtzug am nächsten Morgen dann Moskau erreichten, ging es auch schon gleich weiter.

Unser Ziel: Die Timirjazev Agraruniversität! Dort hatten wir auch unsere Unterkunft. Um dieses Ziel zu erreichen, hieß es für uns Metro fahren quer durch Moskau mit seinen 12,4 Mio. Einwohnern. Die Moskauer Metro ist eine U-Bahn und gehört zu einem der größten und dichtesten U-Bahnverkehrsnetzen der Welt. Besonders beeindruckend waren die langen Rolltreppen, da die Metro z.T. 100m tief unter der Stadt fährt.

An der Timirjazev Agraruniversität in Moskau studieren 35000 Studenten und ca. ein Drittel davon studieren Landwirtschaft. Auf dem riesigen Campusgelände gibt es 45 Gebäude. Darunter befindet sich auch ein großes Bodenkundemuseum. Dort trafen wir uns zum Agarpolitischen Dialog und debattierten u.a. zusammen mit Studenten der Uni Weihen-Stephan aus Süddeutschland, den stellv. Projektleiter Alexander Djagilev und dem Projektexperten Dr. Hans Peter Pöhlmann über die Entwicklung der ländlichen Räume und der Landwirtschaft in Russland. Anschließend gab es noch eine interessante Führung durch das Bodenkundemuseum. Sogar eine Bodenkarte von Deutschland haben wir gefunden.

Bodenkundemuseum der Agraruniversität MoskauBodenkarte von Deutschland

 

Nach dem Mittag begann dann für uns der touristische Teil des Tages und wir machten Moskau unsicher. Gesehen haben wir unter anderem den roten Platz und den Kreml. Bei leckerem Kaffee und Eis beobachteten wir das Treiben auf dem roten Platz und auch das ein oder andere Souvinir für Zuhause wurde gekauft.

 

Mit Baldrian im Nachtzug nach Moskau

Freitag, 07.06.2019

Zitat des Tages: Das Husten von dem Busfahrer D. Harry .

Verkehrsteilnehmer des Tages : Der Lada Fahrer im Stau. Der Lada ist kaputt gegangen und er musste immer wieder aussteigen und schieben. Der Fahrer hat sich danach in den rollenden Lada gesetzt, als wenn nichts wäre ...

 

Person des Tages : Die Zugbegleiterin im Nachtzug, die uns aufforderte, die Fenster wegen der Klimaanlage zu schließen, diese dann aber nicht funktionierte ...

 

Unser Tag begann mit einem reichhaltigen, typisch russischen Frühstück um 9:30.

Im Anschluss bedankten wir uns mit einigen Geschenken und einem lauten Applaus bei dem Küchenpersonal.

An diesem Freitag stand die letze Besichtigung in Pensa an, wir machten uns auf zur Firma Biokor-S, die eine ihrer Produktionsstellen in der Stadt hat.

An dem Donnerstag besichtigten wir ja bereits den Agrarbetrieb der Firma, an dem Freitag durften wir uns die Verarbeitung der einzelnen Produkte näher anschauen.

Die Produktion teilt sich hier in zwei Bereiche auf -

zuerst besichtigten wir die Herstellung von Baldriantabletten. Der Rohstoff wird aus Polen importiert und auf dem Ackerbaustandort grob weiter verarbeitet.

Das Zwischenprodukt wird dann an diese Fabrik geliefert, wo es mit verschieden Verfahren zu einer Tablette wird.

Bei der Tablette wird eine Zuckerlösung und grüner Farbstoff beigemischt. Die Abschnitte der Verpackung werden teilweise maschinell, als auch mit Handarbeit erledigt.

 

Danach haben wir uns die Produktion von Lebensmittelzusatzstoffen im Nebengebäude angesehen.

Hier werden die eigenen Mehle von dem Ackerbaustandort benutzt. Zu dem Mehl werden dann verschiedene Heilkräuter, Pflanzen und Obst gemischt.

Mit einer modernen, vollautomatischen Abfüllanlage werden 100 g schwere Beutel abgefüllt und über den Lebensmitteleinzelhandel, sowie soziale Medien vertrieben.

Die Produkte werden dann meist als Müslizusatz zum Frühstück gegessen und sollen beispielsweise gegen Lebererkrankungen helfen.

Die Firma Biokor S ist, wie wir es dort sahen, sehr breit aufgestellt, denn zusätzlich zu den beschriebenen Produkten stellt das Unternehmen auch Leinöl her.

Das Öl wird hier gepresst, gefiltert und in kleine 200 ml Plastikflaschen gefüllt. 

 

Am Ende der Führung stand ein kleines Gastgeschenk und eine Danksagung unsererseits an, jedoch bekamen wir sogar von dem Unternehmen eine Geschenktüte, mit einer reichhaltigen Kostprobe ihrer Produktpalette. Daher kommt auch die Überschrift, weil einige Kommilitonen die Baldriantabletten zur Beruhigung während der Zugfahrt einwarfen.

 

Sichtlich erstaunt ging es mit unseren drei qualifizierten Fahrern zur Uni zurück. Mit Mittagessen gestärkt, besichtigten wir nochmal die Innenstadt.

 

Zum Ende des Tages verabschiedeten wir uns mit einer Dankesrede von den Studenten, Lehrkräften und den Fahrern der Uni Pensa und begaben uns zum Bahnhof.

 

Auch wenn der Abschied von D. Harry schwer viel - stiegen wir in den Nachtzug nach Moskau. Trotz vieler Vorbehalte und leichten Schwierigkeiten im Bereich der Klimatisierung- gestaltete sich die Fahrt als sehr angenehm.

In den kleinen Sechserabteilen fanden sogar  zehn Leute Platz und mit einigen Dosen Bier wurde das eine oder andere Fachgespräch geführt.

 

 

Ein gelungener Abschluss für ein gelungenen Tag.  

 

 

 

 

 

Pojechali

Donnerstag, 06.06.2019

Wort des Tages: Na strowje

Satz der Tages:  Ein Proooosit ein Prooosit der Gemütlichkeit!

Person des Tages: Pape (der hanfanbauende Schafminister)

Unser Tag begann mit Nudeln und Jägerschnitzel. Es ist ja immerhin Himmelfahrt, ein wichtiger Feiertag für unsere Gastgeber. Nachdem Frühstück wurde uns die Ehre erteilt an der internationalen wissenschaftlichen und praktischen Konferenz teilnehmen zu dürfen. Nicht nur die Teilnahme sondern auch die Mitgestaltung war unsere Devise. So erklärten sich drei unserer Study’s bereit, Arbeiten die im letzten Jahr an der Hochschule geschrieben wurden, vorzustellen.

   

  • Paulina Friedrich & Marius Lindemann: „ Arbeitskräfte in der europäischen Landwirtschaft.“
  • Freya von Rundstedt: „Ackerbau ohne Glyphosat“

Weiterhin wurde die Konferenz mit drei Vorträgen der russischen Kollegen gekrönt. EinEr Studentin,einem Doktoraten und  Elena, der Verantwortlichen für der Rat der Nachwuchswissenschaftler.

Wir hörten von einem Projekt, in welchem das Verhalten der Bienenkönigin mittels speziellem Bienenhaus erforscht wird und erfuhren, dass es seit 2019 eine extra Rente für AK in der Landwirtschaft gibt, wenn diese 30 Jahre in der Branche arbeiten. Auch spannend ist die Tatsache, dass der Einsatz von Glyphosat in Russland auf 1 mal in 5 Jahren beschränkt ist. Wie ihr seht haben wir uns fleißig, mit den verschiedensten Themen der Agrarwirtschaft in Russland auseinander gesetzt. Die nächste Überraschung ließ natürlich nicht auf sich warten. Das russische Fernsehen war bei der Konferenz und interviewte eine Kommolitonin, sowie unsere Professoren.

   

Nach dem Mittag in der Mensa, stand der Besuch bei Agrofirm „Biokor-S“ im Landkreis Mokshansky, Zarevschino an. Der Betrieb wurde 2001 mit 100ha gegründet. Tagesaktuell werden 5000ha bewirtschaftet. Nächsten Monat sieht das Ganze aber schon ganz anders aus. Der Betrieb vergrößert sich auf insgesamt 9000ha.

  

  • bald 9000 ha
  • 75 AK
  • Öllein 2000 ha -> 7 Mio Samen /ha Düngung von 80kg Mineraldünger
  • Hanf -> 20 kg / ha Aussaat, Samen zum Essen, Fasern & Ölproduktion 

    

Nach dem wir uns Öllein und Hanf auf dem Acker angeschaut hatten, ging es weiter zur Hauseigenen Bäckerei. Wo täglich 500 Brote (30 verschiedene Sorten) und 300 Kuchen gebacken werden, sowie Pellinis und weitere Leckereien. Neben der Bäckerei befindet sich die einzige Kirche im italienischen Baustil in ganz Russland. Leider in schlechtem Zustand, steht diese schon seit 1806. Das Unternehmen hat sich die Restaurierung des Gotteshauses zur Aufgabe gemacht.

   

Zur Stärkung bewiesen der Chef und seine Crew nochmal die unheimlich große Gastfreundschaft. Wir würden an eine reichlich gedeckte Tafel gebeten. Es erwartete uns neben vielen Leckereien, auch die ein oder andere Karaffe gefüllt mit dem Nationalgetränk. Kaum hingesetzt ertönten die ersten Reden, Dankesworte und freudige Kundgebung, welche natürlich mit einem lauten Na strowje endeten. 

Zu guter letzt wurden uns die 3500 Scharfe des Betriebes gezeigt. Es gibt 1200 Muttertiere, der Plan ist aber auf 2000 aufzustocken.

  

5. Juni in Pensa

Mittwoch, 05.06.2019

Russland Exkursion

Reiseblog 5. Juni 2019

 

Ohne Stärkung geht's nicht! Frühstück um 8 Uhr. Es gibt Buchweizen mit Bulette.

 

Zahl des Tages: 500t an Truthahn Produkten erstellt die Verarbeitungsstrecke der Damate Group täglich.

Getränk des Tages: Kwas, ein Getränk, welches aus gegorenem Brot gewonnen wird. Diese russische Spezialität konnte unseren Gaumen leider kein ochen' khorosho entlocken.

Person des Tages: Immer wieder Elena! Danke für die nervenaufreibende Übersetzungstätigkeit.

Detail des Tages: Russiches Baurecht -> Eine derartige Stalldichte für die Truthanproduktion hat kaum einer erwartet!

 

Auf geht's, in den Landkreis Neznelomwsky, bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen. Erster Halt ist eine Futtermittelfabrik der Damate Group

 

Einschätzung: eine Futtermittelfabrik auf europäischem Niveau. Ein paar Zahlen: 45t/h Truthahn Futter werden für die Damate Group hergestellt. 2500t an Getreide, Soja und Erbsen werden täglich verarbeitet.

 

 

Nach einem ungewohnten Geschmackserlebnis zum Mittag geht es weiter in einen Truthahnverarbeitenden Komplex der Damate Group. Zeit ca. 14 Uhr.

Attention no fotos allowed!

Einschätzung: Eine überdurchschnittliche Verarbeitungsanlageanlage, die das volle Potenzial der der russischen Agrarwirtschaft aufzeigt. Es werden jährlich 155000t Truthahn Produkte produziert. Das entspricht ca. dem jährlichen Verbrauch der Stadt Moskau.


 

Wir verlassen den Landkreis Neznelomwsky. Es geht weiter in den Landkreis Potodeevo. Wir besuchen eine Russian Dairy Farm. Zeit ca 15:30 Uhr.

Einschätzung: Ein gut geführter Betrieb der so ähnlich auch irgendwo in Deutschland steht oder stehen könnte. Abgesehen von der Zahl der Tierplätze.... Allein das 72’er Karussell ist einen Besuch wert.

 

 

Und weiter geht's bei hochsommerlichen 30 Grad. Es geht in den schönen Landkreis Narovchat. Unser Ziel ist ein orthodoxes Kloster und eine auf einem Hügel gelegene Höhle. Zeit ca. 17:20 Uhr. Eintritt f

Danke für euer Interesse der nächste Blog kommt bestimmt!

 

 

Dawai, Dawai, Dawai

Dienstag, 04.06.2019

 

Wort des Tages: „dawai“ = „schnell“

Person des Tages: Till, welcher Busfahrer sein konnte

Zahl des Tages: 151.000 t

Zitat des Tages: „Das sind Dimensionen, die uns erschlagen!“ (Katrin)

Überraschung des Tages: Kühe im Gegenverkehr

 

Um 8 Uhr ist unser Tag mit einem leckeren Frühstück gestartet und danach fuhren wir drei Stunden bis zur Saatgutfabrik „Rumolko“. Dieser ist auf zwei Standorte aufgeteilt und bewirtschaftet 1000 ha. Beim ersten Standort sahen wir sechs riesige Hallen in denen je 20.000 t gelagert werden können. Diese Hallen wurden vor fünf Jahren gebaut und hier findet die Sortierung, die Verpackung und die Auslieferung nach ganz Russland statt. Es wird Getreide, Soja und alle 3 Jahre Kartoffeln angebaut. Dann ging es mit unserem neuen Busfahrer Till weiter zu verschiedenen Feldern, wie einem Soja-, einem Winterweizen- und einem Kartoffelschlag.

Der Jahresniederschlag liegt zwischen 400-500 mm und der Betrieb bewässert mit 10 Anlagen vor allem die Kartoffeln und den Mais. Je nach Bedarf werden auch die Zuckerrüben und die Sonnenblumen bewässert. Das Wasser für die Bewässerung kommt aus einem See aus dem das Wasser gepumpt wird. Die Fruchtfolge ist Brache, Winterweizen, Zuckerrüben und danach Sommergerste. Sonnenblumen werden nur manchmal angebaut. Die Zuckerfabriken liegen zwischen 50-100 km entfernt.

Erträge sehen wie folgt aus:

  • Winterweizen 60-70 dt/ha
  • Kartoffeln 60 dt/ha mit Bewässerung (ohne nur 20 dt/ha)
  • Soja 22 dt/ha (wird seit drei Jahren angebaut)

Den zweiten Standort konnten wir leider nur kurz von außen uns ansehen. Um 13 Uhr war es dann an der Zeit, Mittag zu essen. Anschließend sind wir zur „Bashmakovsky“ Getreidelagerung gefahren. Dieser hat zwei Getreidespeicher, wo insgesamt 151.000 t eingelagert werden können. Die Leistung beträgt 150 t pro Stunde und die Tagesanlieferung beläuft sich auf 6.000 t. In einem Aggregat mit drei Leitungen passen 550-600 t rein. Auf dem Gelände befinden sich außerdem zwei Labore. Im größeren Labor werden die Getreideproben auf Qualität, Größe und Keimung untersucht. Hier im Betrieb arbeiten derzeit 14 Mitarbeiter und der Betrieb verfügt über eine eigene Zuganbindung. So wird das Getreide mit dem Zug oder Lastwagen weiter transportiert.

 

Im dritten Betrieb war dann eine Saatgutaufbereitung. Hier waren wir allerdings höchstens nur 10 Minuten, weil sich der Zeitplan stark verschoben hat. Dieser Betrieb hat 10.000 ha Ackerbau und sie produzieren 10.000-12.000 t Samen im Jahr. Gereinigt wird hier Winter- und Sommerweizen, Gerste, Roggen und Soja. Sonnenblumen könnten sie auch reinigen, aber dafür besteht derzeit kein Bedarf.

 

Zum Schluss sind wir in Richtung des letzten Betriebes gefahren. Auf dem Weg dahin wurden wir von dem Dorf „Nikuljewka“ herzlich in Empfang genommen. Das Dorf hat über 1000 Einwohner und dort befinden sich ein Museum, eine Schule, ein Kindergarten, ein Krankenhaus, eine Mensa, eine Bäckerei und eine Fleischerei. Nachdem wir aus dem Bus ausgestiegen sind, haben Frauen in volkstümlicher Kleidung für uns gesungen und drei kleine süße Mädels kamen auf uns zu und baten uns Brot an.

Anschließend gab es dann Tee und Gebäck für uns. Sie haben sich so viel Mühe gegeben und es war sehr schade, dass unser Aufenthalt dort nur so kurz war und man uns regelrecht animiert hat uns schneller auf den Weg zu machen. So sind wir dann auf dem letzten Betrieb „Petrovsky“ gelandet. Hier haben wir uns die Technik, die Tier- und Pflanzenproduktion angesehen. Zuerst haben wir uns die Tierproduktion mit 600 Milchkühen angesehen.

Es befinden sich auf dem Betrieb ein Kälberstall, ein Färsenstall, zwei Reproduktionsställe und gerade wird ein neuer Kälberbereich gebaut. Mit 13 Monaten und einem Gewicht zwischen 370-380 kg werden die Färsen besamt. Nach 40 Tagen findet die erste Ultraschalluntersuchung statt und nach 90 Tagen wird die Trächtigkeitsuntersuchung per Hand vorgenommen. Da es bis zwei Monate vor dem Kalben zu vielen Aborten kommt, werden die Tiere erneut per Hand untersucht. Die Milchleistung liegt bei 9.070 kg. Bewirtschaftet werden 15.000 ha mit einem unglaublich riesigen Maschinenpark. Nebeneinander standen einfach 15 Mähdrescher. Unter anderem steht hier auch eine Weltrekordmaschine, die Väderstad Tempo L. Hier wird mit Saatkarten gearbeitet und neuste GPS-Technik verwendet. Anschließend haben wir uns dann noch einen Weizen-, einen Zuckerrüben-, einen Sommergerste- und einen Maisschlag angeschaut.

Nach der Betriebsbesichtigung haben wir uns dann an einem Feld getroffen. Auch hier wurde viel für uns vorbereitet. Es wurde ein Tisch aus Strohballen aufgestellt und komplett eingedeckt.

Zum Anfang gab es eine Suppe und danach gegrillte Schaschlikspieße. Des Weiteren wurden wir zu russischem Wodka, Bier, Wein und Whisky verführt, welche so manch einem auf dem Rückweg leider zum Verhängnis wurde. An diesem Abend haben wir alle Gastgeschenke in Form eines Bilderrahmens mit einem Foto des Dorftores im Winter bekommen. An diesem Tor haben wir dann auch das letzte Foto für diesen Ausflug gemacht.

Danach ging es zu den Bussen und die Rückfahrt gestaltete sich etwas schwierig bis wir dann gegen 1 Uhr morgens ankamen.

Milch und müde Männer

Montag, 03.06.2019

Zitat: „Highlight des Tages sind die Toiletten“ (Beke, nach dem sie Toiletten nach europäischen Standard entdeckt hat)

Person des Tages: Timmy 

Zahl des Tages: 200 t Milch

Überraschung des Tages: die Torte die gewonnen wurde beim Sportturnier (Lapta)

Der dritte Tag unserer Exkursion begann mit einem ausgewogenen Frühstück in der Mensa. Gleich darauf ging es weiter zu einer Diskussion in der Universität. 

 

Als erstes wurden wir durch den Rektor der Hochschule Oleg Nikolajewitsch begrüßt. Anschließend folgte ein Vortrag von einem Vertreter des Landwirtschaftsministeriums der Oblast Pensa. Er erklärte uns wie die Landwirtschaft hier abläuft. Ein paar interessante Daten:

- die Oblast Pensa ist spezialisiert auf die Getreideproduktion 

- 1,7 Mio. t werden jährlich geerntet 

- 2 Mio t Zuckerrüben 

- 450.000t Sonnenblumen

- 3 zuckerverarbeitende Betriebe

- 2 große Milchviehanlagen mit ca. 5000 Kühen 

- 12% aller Betriebe sind Familienbetriebe

Anschließend konnten wir unsere Fragen über die Landwirtschaft in Russland stellen. Es wurde diskutiert über Themen, wie erneuerbare Energien, Arbeitskräfte und Pachtpreise.

Nun war Deutschland an der Reihe. Durch Professor Fuchs wurde die deutsche Landwirtschaft vorgestellt.

Mit in einer  anschließenden Besichtigung der Universität haben wir einen Einblick über das Agrarstudium in Russland und die Ausstattung der Universität bekommen. Diese kann nicht nur etliche Labore vorweisen, sondern verfügt auch über eine Werkstatt für landwirtschaftliche Technik und ein Museum über Tiermutationen.

Nach dem Mittagbrot ging es für uns gleich weiter in die Molkerei Pensa. Hier bekamen wir einen Einblick in die Arbeitsabläufe und durften uns danach selbst durchs Sortiment probieren. Zusätzlich zur klassischen Milch werden da auch verschiedene Joghurts, Trinkjoghurts und Produkte für Kinder hergestellt. Beliefert wird die Molkerei durch zehn Betriebe, welche jedoch nicht alle in der Oblast Pensa liegen. 

Am Abend trafen wir uns dann noch mit russischen Studenten zu einem kleinen Sporttunier. Gespielt wurde das russische Spiel „Lapta“ , welches dem deutschen Brennball ähnelte. 

Ein Ausklang fand der schöne Tag in geselliger Runde am Fluss. Hier wurde für uns Schaschlik gebraten und das ein oder andere Bier konnte verzehrt werden.

Wir hören uns Morgen wieder, mit einem weiteren Einblick von unserer Exkursion.

Der erste Tag in Russland

Sonntag, 02.06.2019

  Frühstück Lermontow-Museum Kuvaka  Quellwasser Kuvaka-Sortiment Verkostungsraum Innenstadt von Pensa 

Zitat des Tages: Wenn einer eine Reise tut, dann soll er was erleben!

Person des Tages: Maria (Danke für dein Organisationstalent und die Übersetzungen😊)

Zahl des Tages: 7 (verschiedene Quellwassersorten)

Überraschung des Tages: Der russische Straßenverkehr

Unser Exkursionssonntag begann morgens um halb 10 mit einem großzügigen Frühstück in der Mensa der Universität. 

Danach machten wir uns auf zum Lermontow-Museum, welches wir nach ca. eineinhalb Stunden Busfahrt erreichten. Lermontow gilt als der „Goethe von Russland“. Das Museum befindet sich auf dem Anwesen wo er einen Großteil seines Lebens verbracht hat, dazu gehört ein großes Wohnhaus, eine Kirche, Häuser für Arbeiter, ein Park und 196 ha Land.

Auf dem Weg zum zweiten Exkursionspunkt machten wir halt zum Mittagessen an einer Gaststätte.

Nachmittags besuchten wir die Quelle von Kuvaka, zu Kuvaka betreibt eine Trinkwasser- und Limonadenproduktion, Hirschhaltung und Tourismusbetrieb. Interessant war hier für uns die Verkostung von Limonade und frischem Quellwasser. 

Den Abend verbrachten wir in Pensas Innenstadt, natürlich wieder mit gutem Essen bis der erste Tag in Russland im Wohnheim schließlich ausklang.

Ankunft in Pensa

Sonntag, 02.06.2019

Nach unserer Ankunft um 2.15 Uhr in Pensa bezogen wir das Wohnheim der Agraruniversität. Bis der letzte die Augen geschlossen hatte, war es bereits gegen 04.00 Uhr ☺️.

Zwischenstop in Moskau

Samstag, 01.06.2019

19.00 Uhr sind wir in Moskau angekommen. Nach unserem sechsstündigem Aufenthalt am Flughafen „Domodedovo“ starteten wir über den Moskauer Nachthimmel nach Pensa.

Start Berlin Tegel

Samstag, 01.06.2019

Heute sind wir um 15:30 Uhr in Berlin Tegel gestartet. 

Russland, wir kommen.

Donnerstag, 30.05.2019

noch 2 Tage und dann geht es für 24 hochmotivierte Studierende in Begleitung von zwei Professoren in die große weite Welt. Pensa und Moskau sind unsere Ziele.

Die Vorfreude steigt von Tag zu Tag und wir können es kaum noch erwarten bis es endlich los geht.

Weitere Berichte unserer Erlebnisse erfolgen dann für Euch ab dem 01.06.2019.

Bis dahin Eure Neubrandenburger Studis